Jaspis: Im Zeichen des Omega - Buch 3

Jaspis: Im Zeichen des Omega - Buch 3

by Jo Arnold

NOOK Book1., Auflage (eBook - 1., Auflage)

$10.99

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Overview

Der letzte Teil der Omega Trilogie. Nostradamus Tuckers Erbe geht von seinen Söhnen auf seine neun Enkel über. Das Omega wird aufgelöst und die Steine ihren neuen Wächtern übergeben. Um die Steine in Sicherheit zu bringen zerstreuen sich die Tuckers in alle Winde. Das ist das Ende einer Familie und der Beginn einer neuen Ära.

Product Details

ISBN-13: 9783863321062
Publisher: Schweitzerhaus Verlag
Publication date: 11/13/2010
Sold by: Libreka GmbH
Format: NOOK Book
Pages: 456
File size: 474 KB
Age Range: 14 - 18 Years

About the Author

Vita Jo Arnold wurde 1968 in Mannheim geboren und studierte zwischen 1989 und 1994 amerikanische und spanische Literatur, sowie Sprachwissenschaften und Wirtschaft in Giessen. Nach dem Umzug in die USA 1995 folgte ein Masters Abschluss in BWL an einer Universität in Michigan und eine Stelle im mittleren Management bei einer Werbe- und Promotionagentur in Detroit. 1997 Heirat in den Vereinigten Staaten und Rücksiedlung nach Deutschland. Sprung in die Selbstständigkeit als Geschäftsführerin einer eigenen Agentur und parallel Unterrichtserteilung an einer Schule für Erwachsenenbildung in Mannheim. 2002 und 2004 Geburt der beiden Söhne. Aufgabe der Agentur und Aufbaustudium zum Gymnasiallehrer. Seit 2006 unterrichtet Jo Arnold Englisch und Spanisch an einem Gymnasium in Südhessen. Jo Arnold ist Mitglied beim Syndikat und den Mörderischen Schwestern. Sie lebt mit ihrer Familie im Odenwald.

Read an Excerpt

1 Frankfurt „Du weißt, dass es Unrecht ist!”, stöhnte Michael unter Anstrengung. „Wie kann etwas falsch sein, das sich so anfühlt?“, fragte Kassie und zog Michael wieder nach unten. Der große, rothaarige Mann ergab sich seinen Gefühlen und verfluchte sich ein weiteres Mal, dass er Kassie nicht widerstehen konnte. Als er sie küsste erinnerte er sich wieder, wieso es ihm nicht gelang. Und als sich ihre Lippen von seinen lösten wusste er erneut, weshalb es nicht sein durfte. „Inzest!“, flüsterte er Kassie ins Ohr, während sie ein Hohlkreuz machte und den Kopf zurück warf. Als sie wieder zu Atem gekommen war sah sie ihn aus großen, dunkelgrauen Augen an. „Das ist es nicht!“, sagte sie trotzig. Michael zog sie versöhnlich zu sich. „Unsere Väter sind Brüder, Kassie!“ „Na und? Das macht uns zu Cousins ersten Grades. Das ist völlig legal“, die junge Frau legte Michael die schmalen Hände auf die Brust. Sie schob sich ein wenig von ihm weg, um ihn besser sehen zu können. Sie hatten dieses Streitgespräch schon dutzende Male geführt. Michael strich Kassie eine braune Haarsträhne aus der Stirn. „Zwillingsbrüder. Eineiige Zwillinge. Du weißt, dass es Unrecht ist“, wiederholte er traurig. „Es ist mir egal. Und dir ist es auch egal“, beharrte Kassie und liebkoste Michaels rotbraune Brustbehaarung. Der große Mann reagierte prompt. Eine Gänsehaut bildete sich auf seinem Körper. Kassie fuhr das Brustbein hinauf bis unter sein Kinn, nahm es zwischen Daumen und Zeigefinger und zog das geliebte Gesicht zu sich heran. Die irisch grünen Augen blickten sie fast flehend an. Sie ignorierte die Ablehnung in Michaels Blick und küsste ihn. Sie konnte spüren, wie er sich einen Moment lang sträubte. Dann ergab er sich doch. Nur noch dieses eine Mal, dachte Michael Tucker. Wie schon unzählige Male zuvor. Er drückte Kassie an sich und liebte sie als wäre es das letzte Mal, so wie jeder Liebesakt zwischen ihnen der letzte sein sollte. Als sie später völlig erschöpft nebeneinander lagen sagte er: „Wir sind den Steinen als Wächter verpflichtet, Kassie. Wir müssen damit aufhören.“ Michaels Hand schloss sich um den Anhänger auf seiner Brust. „Ich kann nicht“, sagte Kassie und stand auf. Michael beobachtete, wie sie sich anzog und unwillkürlich stellten sich die Härchen in seinem Nacken erneut auf. Sie war schön. Ein Meter achtzig, schlank, mit langen Beinen. Sie bewegte sich mit einer Selbstsicherheit und Bestimmtheit, die ihn immer wieder verblüffte. Gabriela Kassandra Tierra Tuckers Ausstrahlung war enorm. Es war schwer, ihr nicht zu verfallen. Und es war schwer zu glauben, dass sie erst zwanzig war. Michael stand ebenfalls auf. Er überragte Kassie um fünfzehn Zentimeter. Sie sah zu ihm auf und presste ihm mit dem Zeigefinger einen Kuss auf die Lippen. „Kassie. Ich meine es ernst.“, sagte er und hielt sie an den Schultern auf Armeslänge von sich weg. Kassie lächelte das französische Lächeln, das sie von ihrer Mutter geerbt hatte. „Gut, ich auch!“ „Kassie!“, Verzweiflung schwang in Michaels Stimme. Kassie schüttelte den Kopf, dass ihre schulterlangen Haare nur so flogen. Michael gab sie mit einem resignierenden Seufzer frei. Er zog sich an. Kassie sah ihm zu, wie er sich sein Hemd über den muskulösen Rücken streifte. Sie spielte mit der Kette um ihren Hals und ließ den Bergkristall daran schwer zwischen ihren Brüsten landen. Eher würde ich den Stein aufgeben, als dich!, dachte sie. Laut sagte sie: „Ich frage mich, was Großvater von uns will. Es sind noch vier Tage bis Weihnachten. Hast du eine Ahnung, warum er uns diesmal schon so früh Zuhause haben will?“ Michael schüttelte den Kopf. Er war froh ein Thema zu haben, das ihn ablenkte. „Mir hat er auch nichts weiter gesagt. Aber du weißt ja, er hat die Geheimniskrämerei erfunden.“ Kassie nickte. „Ich frage mich nur weshalb jetzt, wo unsere Eltern im Urlaub sind. Was will er von uns?“ Michael zuckte die Achseln. „Ich weiß, dass Lemon und Yu überhaupt nicht erfreut waren. Sie hatten eine Woche Skiurlaub in den italienischen Alpen gebucht. Mit Begleitung.“ Michael grinste, als er sich an das Telefonat mit seinen jüngeren Brüdern erinnerte. Raguel Mercurius Lemon Tucker und sein Zwillingsbruder Uriel Ares Yu hatten sich wie die anderen Tucker Enkel dem Willen ihres Großvaters Nostradamus gebeugt. Alle neun waren bis zum 20. Dezember angereist. Michael und Kassie waren die letzten. Michael verließ als erster das Flughafenhotel und nahm sich ein Taxi zur Villa der Tuckers. Allein die Tatsache, dass Kassie und er ihre Affäre seit drei Jahren geheim hielten war Bestätigung genug für ihn, dass auch Kassie die moralische Illegalität bewusst war. Er musste diese Beziehung beenden. Er wollte es sogar.

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